Grunderwerbsteuer Sachsen 

Aug 22, 2020 | Grunderwerbsteuer

Der Freistaat Sachsen hat den Steuersatz für die Grunderwerbsteuer seit dieser Ländersteuer ist nicht erhöht, der Steuersatz blieb bis heute bei 3,5 %. Seit 2006 ist die Grunderwerbsteuer Ländersache, deshalb besteuern die einzelnen Bundesländer auch mit verschiedenen Steuersätzen.

Bis 2006 bestimmte der Bund den Steuersatz der Grunderwerbsteuer, diese war eine Bundessteuer mit einem Steuersatz von 3,5 % lag. Der Freistaat Sachsen hat, wie auch der Freistaat Bayern, nicht an der Steuerschraube gedreht, denn immerhin bescherte die Grunderwerbssteuer dem Haushalt des Freistaates im Jahr 2019 etwa 378,9 Mio. Euro.

Kaufverträge über Immobilien werden grundsätzlich über einen Notar abgeschlossen. Dieser dokumentiert und beglaubigt den Kaufvertrag, damit erhält der Kaufvertrag Rechtsgültigkeit. Die Weitergabe der Informationen über den Kauf bzw. Verkauf von Immobilien an das zuständige Finanzamt, Behörden und Gerichten erfolgt über den Notar. Mit der Rechtsgültigkeit des Kaufvertrags entsteht auch die Grunderwerbsteuer. Im Kaufvertrag wird vereinbart wer die Grunderwerbsteuer bezahlt. Bezahlt die im Kaufvertrag festgelegte Partei die Steuerschuld nicht fordert das Finanzamt andere Partei zur Zahlung der Grunderwerbsteuer auf. Nach dem Gesetz haften Käufer und Verkäufer als Gesamtschuldner für die Zahlung der Grunderwerbsteuer.

Das zuständige Finanzamt für die Grunderwerbsteuer ist das Finanzamt, in dessen Bezirk sich das gekaufte Grundstück befindet. Im Grunderwerbsteuergesetz werden bebaute und unbebaute Grundstücke sowie Anteile an Grundstücken (Eigentumswohnungen) als Grundstücke bezeichnet. Für Anleger, die das Grundstück nicht selbst nutzen wollen und in einem anderen Finanzamtsbezirk ansässig sind ist die Zuständigkeit des Finanzamts wichtig.

Basis für die Berechnung der Grunderwerbsteuer ist neben dem aktuell gültigen Steuersatz der Kaufpreis. Dabei werden vom Finanzamt verschiedene Kosten und Leistungen, aber auch Nutzungs- und Wohnrecht, die vom Verkäufer vorbehalten werden, berücksichtigt.

Sobald die Grunderwerbsteuer bezahlt ist erstellt und verschickt das Finanzamt eine sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung an Notar und an Grundbuchamt; damit steht dem Eintrag ins Grundbuchamt nichts mehr im Wege.

Die Berechnung der Grunderwerbsteuer ist beim Erwerb von denkmalgeschützten Immobilien wie auch bei nicht denkmalgeschützten Immobilien identisch. Kostet die Immobilie zum Beispiel 200.000 Euro, so werden 7.000 Euro Grunderwerbsteuer fällig.

Bei der Besteuerung von für unter Denkmalschutz stehende Immobilie macht der Gesetzgeber keinen Unterschied und berechnet die Grunderwerbsteuer genauso wie es für jede andere Immobilie üblich ist. Nach dem Kauf einer denkmalgeschützten Immobilie gibt es für den Käufer steuerliche Vorteile sowie sehr günstige Kredite beispielsweise für die Renovierung oder Sanierung. Diese Vorteile machen den Kauf von Denkmalschutz-Immobilien attraktiv machen. Im ganzen Bundesland Freistaat Sachsen befindet sich eine große Anzahl von Denkmalschutz-Immobilien die als Wohnraum genutzt werden.

Immobilien in Freistaat Sachsen, insbesondere in Dresden sind nicht billig, je nach Standort der Immobilie liegen die Kaufpreise pro m2 zwischen 1.000 Euro und mehr als 5.000 Euro, wobei der Quadratmeterpreis in den Städten höher ist. Denkmalgeschützte Immobilien sind viel teurer. Diese Immobilien sind für Investoren optimale Geldanlagen. Die unter Denkmalschutz stehenden Immobilien sind meist in der Innenstadt mit einer optimalen Anbindung am öffentlichen Nahverkehr vorhanden. Außerdem besitzen denkmalgeschützte Immobilien mehr Wohnqualität als herkömmliche Wohnungen. Für solvente Mieter gibt es viele Gründe eine Wohnung in einer denkmalgeschützten Immobilie zu mieten. Für Anleger lohnt sich die Investition in jedem Fall, die nicht nur Steuern spart,

 

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