Finanzierung – Besicherung

Aug 21, 2020 | Allgemein

Grundsätzlich müssen auch bei der Finanzierung einer Immobilie bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, um geforderte Sicherheiten bieten zu können. Hierfür sind verschiedene Kriterien ausschlaggebend, wozu sowohl der Objekttyp, die Finanzierungshöhe, die Eigenkapitalleistung, als auch die Bonität des Kreditnehmers zählen.

Unabhängig davon, ob die Finanzierung für eine Kapitalanlage oder für den Erwerb einer Immobilie zur eigenen Nutzung, verwendet werden soll gilt grundsätzlich, dass ein regelmäßiges Haushaltseinkommen vorhanden sein muss.

Anhand des vorhandenen Haushaltseinkommens sollte unbedingt vorab entsprechend kalkuliert werden, ob es langfristig zur Tilgung des Darlehens ausreicht, ohne das eventuelle Zahlungsschwierigkeiten, in Bezug auf andere Verbindlichkeiten entstehen können.

Die Buch- oder Briefgrundschuld wird, als Sicherheit in das Grundbuch eingetragen.

Hierduch ermöglicht sich das finanzierende Institut die Möglichkeit, auf das Objekt zuzugreifen, sofern die vereinbarten Zahlungen nicht fristgerecht geleistet werden und eine alternative Einigung oder Fortführung des Darlehensvertrages nicht mehr aufrechterhalten werden kann.

Zusätzlich wird mit Kreditnehmern, welche sich in einem Angestelltenverhältnis befinden, eine Gehaltsabtretung vereinbart. Der Arbeitgeber wird über diese Vereinbarung nicht informiert. Denn die Vereinbarung der Gehaltsabtretung dient lediglich dazu, die zu zahlenden Finanzierungsraten zu sichern. Es wird hierbei auch von einer stillen Gehaltsabtretung gesprochen.

Sicherheiten

Besonders hilfreich und wertvoll sind weitere, vorhandene Sicherheiten. Da sich durch diese, dass Risiko für das finanzierende Institut veringert.  In der Regel können Darlehensnehmer durch weitere Sicherheiten, weitere Vorteile erzielen, welche sich durch teilweise deutliche Verbesserungen der Zinskonditionen darstellen.

Als zusätzliche mögliche Sicherheiten gelten:

Kreditnehmer, welche eine Lebens- oder Rentenversicherung haben, können diese als weitere Sicherheit nutzen, um die Möglichkeit eine Finanzierung zu erhalten, zu steigern. Denn diese können ebenfalls abgetreten werden und veringern für den Kreditgeber, dass Risiko. Beide Versicherungsarten, sind bei finanzierenden Instituten sehr beliebt und werden entsprechend gern als Zusatzsicherheit mit einbezogen.

Verfügt ein Kreditnehmer über ein Depotguthaben, kann dieses dem Finanzierungsgeber abgetreten werden und stellt ebenfalls eine weitere Sicherheit dar.

Doch auch vorhandenes Kontoguthaben, jeglicher Art kann als Sicherheit zur Aufnahme einer Immobilienfinanzierung genutzt werden. Denn auch dieses ist durch eine entsprechend, zuvor getroffene Vereinbarung, abtretbar.

Selbst geschlossene Fonds, können beim Kreditgeber, als Sicherheit sehr hilfreich sein und durch Abtretung eingesetzt werden. Durch Abtretung eines geschlossenen Fonds können die Konditionen der Finanzierung ebenfalls verbessert werden. Je nach Vereinbarung und Konditionen der Finanzierung können diese Sicherheiten in einem individuell festgelegten Zeitraum, akzeptiert werden. Diese Form der Absicherung einer Immobilienfinanzierung gilt als Standard Vorgang und wird in der Regel bei jedem Kreditgeber akzeptiert und durchgeführt.

Nachdem die Konditionen der Finanzierung festgelegt wurden, wird ein Notar mit einbezogen. Dieser kümmert sich um die reibungslose Abwicklung und Eintragung in das Grundbuch. Wobei er ebenfalls die Absicherung für die Grundschuld berücksichtigt. Zusätzlich kümmert er sich um sämtliche Formalitäten, welche die zusätzlichen Vereinbarungen bezüglich weiterer Sicherheiten betrifft. Die genauen Modalitäten müssen zuvor sowohl durch das finanzierende Institut als auch den Kreditnehmer festgelegt werden. Im Rahmen dieser Modalitäten, veranlasst der Notar sämtliche erforderliche Einträge in das Grundbuch. Dadurch wird ein Höchstmaß an Sicherheit, für beide Parteien erreicht. In der Regel verwendet der Notar Standart- Formulare, um weitere Sicherheiten entsprechend mit einzubeziehen. Diese Formulare müssen dann ebenfalls beim Notartermin, sowohl vom Finanzierungsgeber- als auch dem Finanzierungsnehmer unterschrieben werden.

 

 

 

 

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